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von Ludwik Fleck
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Schriften, die Fleck und die Denkstiltheorie nutzen

Brühe, Roland; Rottländer, Ruth; Theis, Sabine:
Denkstile in der Pflege.
In: Pflege 5/2004 (17), S. 306-311

Abstract: Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Frage, ob das mit dem so genannten «Theorie-Praxis-Konflikt» einhergehende, von Pflegenden erlebte Spannungsfeld transparent gemacht werden kann, fanden die Autorinnen in den gängigen Professionalisierungstheorien keine ausreichenden Erklärungsansätze. Die Theorie der Denkstile und Denkkollektive von Ludwik Fleck bietet hingegen eine Perspektive, die auf das «Innere» der Pflege schaut, auf die Berufsangehörigen selbst. Aus der Analyse des Werkes von Fleck wurden drei Denkstile bzw. -kollektive ermittelt, die in der Pflege anzutreffen sind: Der pflegevorberufliche Denkstil ist geprägt durch ein hauptsächlich karitatives Verständnis der pflegerischen Tätigkeit; der pflegeberufliche Denkstil beruht auf standardisiertem Erfahrungswissen ohne wissenschaftliche Fundierung und der pflegeprofessionelle Denkstil verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse, pflegerisches Erfahrungswissen und hermeneutisches Fallverstehen. Die Betrachtung der aktuellen Situation in der Pflege zeigt zwei Problemstellungen auf, die aus der Perspektive der Denkstile erklärbar werden: Kommunikationsstörungen aufgrund denkstilgebundener Deutung von Begriffen sowie Widerstände gegen die Auswirkungen bestimmter berufspolitischer Entwicklungsprozesse (Akademisierung, Professionalisierung). Daraus sich ergebende Handlungsstrategien beinhalten die weitere Ausbildung des pflegeprofessionellen Denkstils, um Pflegebedürftigkeit bewältigen zu können, sowie die Reflexion von Konfliktsituationen vor der Folie der Denkkollektive.